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Mahnung


Es ist für Viele ein Unwort und dennoch taucht es immer wieder mal auf, manchmal auch einfach nur aus Vergesslichkeit. Die berühmte "Mahnung" einer Firma, die Geld fordert für erbrachte Dienstleistungen oder Güter. Eine Mahnung wird dann ausgestellt, wenn der Schuldner mit seiner Zahlung oder Lieferung in Verzug gerät. Hierbei müssen allerdings bestimmte Kriterien vorab erfüllt sein. Bei einer offenen Rechnung wird beispielsweise in der Regel eine Frist gesetzt. Diese ist in der Rechnung vermerkt. Das können 14 Tage nach Erhalt der Rechnung sein, aber auch 30 Tage oder eine bestimmte Kalenderwoche. Auch ein hinterlegtes Datum ("zahlen Sie bitte bis zum 14.02.2014" beispielsweise) reicht aus. Vor Ablauf dieser Frist ist eine Mahnung selbstverständlich unzulässig. Läuft diese genannte Frist jedoch ab, kann man den offenen Betrag oder die Lieferung einfordern, indem man eine Mahnung verfasst. Es gibt keine Regelung für ein solches Verfahren, normalerweise erfolgt eine Mahnung aber immer schriftlich, um auch im Nachhinein Beweise erbringen zu können. Manche Firmen stellen Mahnungen auch per Einschreiben zu, jedoch ist der Empfänger nicht verpflichtet, die bei der Post hinterlegten Briefe auch abzuholen. Da ein Einschreiben grundsätzlich auch teurer ist als ein normaler Brief, verzichten die meisten Unternehmer auf dieses Verfahren und senden die Mahnung ganz normal zu. So landet sie im Briefkasten des Empfängers und gilt seitens des Gläubigers offiziell als "zugestellt". In dem Mahnschreiben muss der Schuldner eindeutig als Person, Firma oder Verein benannt sein. Darüber hinaus muss die bestimmte und eindeutige Aufforderung erkennbar sein, dass der Schuldner seinen vertraglichen Pflichten nachzukommen hat. Also entweder eine Zahlung oder eine Lieferung. Dabei muss allerdings das Wort "Mahnung" nicht auftauchen. Auch eine "Erinnerung" (Zahlungserinnerung oder Liefererinnerung) wird eindeutig als Mahnung anerkannt. Gerät der Schuldner erst durch die Mahnung in Verzug, muss er etwaige, angefallene Kosten, beispielsweise durch einen Rechtsanwalt oder eine Inkassofirma, nicht tragen. Erst weitere Zahlungsaufforderungen oder andere Maßnahmen verpflichten den Schuldner letztlich, dem Gläubiger die Kosten (Verzugsschaden) zu ersetzen.