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Business & Finanzen PQR

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Pfändungsschutzkonto


Es klingt erst mal schlimmer, als es in Wirklichkeit ist. Wer ein Pfändungsschutzkonto hat, muss doch wirklich in ernsthaften Schwierigkeiten stecken, oder? Tatsächlich ist das nicht weit hergeholt, aber es braucht sicherlich nicht zehntausende Euro Schulden und haufenweise Mahnverfahren, um ein P-Konto, so die geläufige Abkürzung, einzurichten. Ein solches Konto dient lediglich der Sicherung des Existenzminimums. Grundsätzlich darf jeder Gläubiger ein Konto pfänden. Hat man jedoch ein P-Konto, gibt es einen pfändungsfreien Grundbetrag. Im Regelfall beträgt dieser 1.045 Euro. Alles oberhalb dieses Betrages darf gepfändet werden. Alles bis zu diesem Betrag, also was unterhalb liegt, ist vor Pfändungen geschützt. Wer in eine Schuldenfalle gerät, ob nun durch Eigenverschulden, Betrug oder nach einer Trennung, kann sich mit der Umwandlung seines normalen Girokontos in ein P-Konto vor Kontopfändungen schützen. Es ist gewährleistet, dass er jeden Monat sein Minimum an Geld zur Verfügung hat, um leben zu können. Also um die Grundsicherung durch Lebensmittel etc. zu gewährleisten. An dieses Existenzminimum bindet sich der deutsche Staat, deshalb sind diverse Institutionen, auch das Jobcenter, dazu angehalten, in besonderen Fällen Ausnahmen zu machen. Hat man also quasi rein gar nichts mehr, reagiert der Staat, wenn man sich bemüht. Ein P-Konto muss immer ein guthabengeführtes Konto sein. Das bedeutet, dass es ein reines Guthabenkonto ist und damit auch kein Dispositionskredit (umgangssprachlich auch Überziehungskredit) vorhanden sein darf. Im Regelfall empfiehlt jede Bank, ein P-Konto bestehen zu lassen, auch wenn man normal arbeitet und gutes Geld verdient, da es grundsätzlich nicht falsch sein kann, ein solches Konto zu besitzen. Es ist ja lediglich die Sicherheit für den Kontoinhaber, dass er auf jeden Fall jeden Monat einen bestimmten Mindestbetrag hat, mit dem er sein Leben regeln kann. Im Normalfall kann man ein P-Konto auch wieder umwandeln in ein normales Girokonto. Diesen Fall kann es geben, wenn ein normal arbeitender und recht gut verdienender Mensch lieber wieder ein "normales Konto" haben will, auch zwecks Bonität. Aber hier sei gesagt: Ein P-Konto ist zwar in der Schufa-Auskunft sichtbar, ob es jedoch Einfluss auf die Bonität einer Person hat, ist bisher nicht geklärt.