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Business & Finanzen STU

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Umsatzsteuer


Diese Steuer gilt für die Erbringung von Lieferungen und sonstigen Leistungen durch einen Unternehmer. Einen Grundbetrag gibt es dabei nicht, die Bemessungsgrundlage ist das Entgelt für die jeweils erbrachte Leistung. Die Umsatzsteuer wird daher prozentual vom Entgelt berechnet. Dieses Entgelt ist in aller Regel der Erlös, die Umsatzsteuer ist unabhängig von den Kosten und Aufwendungen des Unternehmers und mindert im Normalfall den Ertrag des Unternehmers. Im Jahr 1967 kam es in Deutschland zur Harmonisierung des Steuersystems. Seitdem ist der Ausdruck Umsatzsteuer gleichbedeutend mit der berühmten Mehrwertsteuer, die aufgrund starker Schwankungen und ihres mittlerweile hohen, prozentualen Satzes (19 %) auch gerne als "Märchensteuer" bezeichnet wird. Die Geburt der Umsatzsteuer liegt schon weit zurück. Sogar die alten Ägypter machten davon schon Gebrauch, ist sie doch eine leicht zu erhebende und ertragreiche Steuer. Auch die Griechen und Römer bedienten sich der "teloneum", so der Begriff für sie damals. Unter dieser Bezeichnung entwickelten sich die verschiedensten Verkehr- und Verbrauchsteuern. Ab dem 15.Jahrhundert wurden diese Einzelverbrauchssteuern "Akzisen" genannt. Nach holländischem Vorbild erhob auch Kurfürst Friedrich Wilhelm der Große zu Brandenburg eine so genannte "Generalconsumptionaccise", das war 1685. Wenige Jahre später war sie im ganzen Reich verbreitet. Von 1863 bis 1884 erhob auch Bremen eine allgemeine Umsatzsteuer. Eine reichseinhaltige Stempelsteuer auf Warenlieferungen wurde in Deutschland 1916 im Zuge des gewaltigen Finanzbedarfs durch den ersten Weltkrieg (1914-1918) erhoben. Außerdem kam es zu einer Allphasen-Bruttoumsatzsteuer, die in der BRD bis Ende 1967 und in der DDR noch drei Jahre länger beibehalten wurde. Die ständige Steigerung der Umsatzsteuer ist erst dann so richtig bemerkenswert, wenn man sich vor Augen führt, wo mal begonnen wurde. Eingangs lag sie gerade einmal bei 0,5 Prozent! 1935 wurde sie auf 2 Prozent erhöht, 11 Jahre später auf 3 Prozent, 1951 lag sie dann bei 4 Prozent. Mittlerweile ist man gar bei 19 Prozent angelangt! In wie weit noch Steigerungen folgen, ist nicht absehbar. Grundsätzlich wird vieles immer teurer, eine Erhöhung der Steuern, egal welcher, ist da sicher nicht abwägig.